unscharfe grenzen - Schwerpunkt für neue Musik in Wernstein

Samstag, 2. September 2017

unscharfe grenzen

Schwerpunkt für Neue Musik

Sa., 2.9.2017

15h – 18h im alten Schulgebäude gegenüber der Kirche, Kirchenplatz 11/ 1. Stock und in der Pfarrkirche Wernstein/Inn
Eintritt: € 12

im Rahmen von Viele Punkte ergeben noch keine Linie
Wernstein & Neuburg/ Inn ~ Grenzorte

15h altes Schulgebäude

Hans Essel, Darmstadt

Zeitfalten Feedback II
Mischpult und drei Bandmaschinen (Revox A77)

Ohne externes Material werden mit kurzer Rückkoppelung Klänge erzeugt. Diese werden anschließend?als Material beim Aufbau musikalischer Strukturen in einer längeren Bandschleife verwendet. ?Dem Instrumentarium innewohnende Zufälle verhindern im Detail festgelegte Komposition.?Die Bandmaschinen arbeiten wie ein Instrument mit eingebautem Zufallsgenerator.?Die in der Schleife wiederkehrenden Klänge werden ständig verändert oder verändern sich.
www.essel.info

16h altes Schulgebäude

Jürgen Kufner, Bayerischer Wald

Exploring aesthetics of imperfection in vocal sound

Thematisch beschäftigt sich die Komposition mit klanglichen Möglichkeiten im Rahmen von Mensch-bedingter Imperfektion. Auf der Basis einer perfekten und konstanten, weil computergenerierten, Partialtonreihe wird ein Grundton von 128 Hertz stimmlich und mit dem Ziel der Perfektion auf dem Vokal A intoniert. Nuancierte Variationen der Vokale verstärken die Lautstärken von Partialtönen. Überlagerungen mehrerer live erzeugter Aufnahme-Spuren bilden einen durchgehenden Klang. Im imperfekten, gesungenen Klang entsteht eine bewegte, sich reibende und im ständigen Wandel befindliche, akustische Gestalt.
www.juergenkufner.de

17h Pfarrkirche Wernstein/inn

Radu Malfatti, Wien

Zeitschatten
Komposition für Sinustöne und Bassharmonika

 

Die Zusammenklänge der Sinustöne beginnen mit einer Länge von 16 Sekunden, – Pause von 16 Sekunden. Danach erklingt der gleiche Akkord für 15 Sekunden, – Pause von 15 Sekunden und so weiter, bis zum Erreichen von einer 8 Sekunden Dauer. Danach entsteht eine Pause von 2 Minuten.
Anschließend der (beinahe) gleiche Akkord, 8 Sekunden, – Pause von 8 Sekunden usw., aber zwei Tonhöhen haben sich verändert (einen Halbton tiefer bzw. einen Halbton höher, während der dritte Ton gleich bleibt). 2 Minuten sind lang genug, um den Klang nicht völlig zu vergessen, aber zu lang, um exakt feststellen zu können, was genau sich verändert hat.
Dazu erklingt eine Komposition für Bassharmonika, nach einem ähnlichen Prinzip geschrieben, jedoch nicht erkennbar das Gleiche.
www.radumalfatti.eu

www.kuprosauwald.org