Flittchen Frühjahrsgala

Samstag, 12. Mai 2007

Galen á Gogo mit Britta, Luchs, JaPanik und Jens Friebe.

Im Frühling 2006 war das neue Britta- Album "Das schöne Leben" erschienen und in den folgenden Monaten war die Gruppe Britta mit dem schönen Leben unterwegs in Clubs und auf kleinen Festivals .

Dann kam der Herbst und die Britta machte sich wie alle Zirkustiere mit müden, schweren Schritten und verzotteltem Fell auf den Weg ins Winterquartier.
Vorher wollten sie aber noch eine Abschiedsvorstellung geben, und hatten dazu ihre neuesten Tourbekanntschaften eingeladen:
die Wiener Band Ja. Panik und die berühmten Luchse aus Berlin. Aber auch Jens Friebe trug seine Lieder vor, so dass der Abend zu einem großen Erfolg wurde und an Silvester noch einmal wiederholt werden mußte.

Nun ist es wieder Frühling geworden, das struppige, versporte Fell der alten Zirkustiere glänzt wieder und unruhig scharren sie mit den Hufen und wollen hinaus ins Freie, in die Welt.

Um so schöner, dass die Flittchen- Frühlingsgala den ganzen Zirkus durch mehrere glanzvolle nord-mittel-und süddeutsche Städte bis nach Wien führt!

Mit unterwegs sind:

Die Gruppe Luchs
nur noch für kurze Zeit ein Berliner Geheimtipp.
Sphärischer All -Girl- Indierock der nächsten Generation.

Jens Friebe
ist ja eigentlich der neue Britta Aushilfsschlagzeuger .
Aber da beim Zirkus alle Mitreisenden mehrere Funktionen erfüllen müssen wird auch er seine Lieder vortragen.

Andreas Spechtl das Songwriter -Talent mit seiner Band Ja, Panik

Britta hatte die Gruppe Ja, Panik auf der letzten Tour kennengelernt und die Wiener Buben wurden dann kurzerhand adoptiert.

Britta selbst werden natürlich die größten Hits und Downer ihres reichhaltigen Programm vortragen.
Durchs Programm führt als gütige Zirkusdirektorin Christiane Rösinger,
in jeder Stadt werden hiesige bzw. dortige Galagäste auf die Bühne kommen:

In Leipzig das Brockdorff Klanglabor,
In Hamburg Arne Zank und Dirty Dishes ( Jan Müller und Rasmus Engler)
in Dornbirn die chinesische Punkband Joyside
In Wien Ja, Panik
In Sigharting Ja, Panik

nur AK: vor 22:00 €6,- danach €8,- für 4 Bands ein wohl wahrlich günstiges Angebot.

Britta

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Britta -Biographie einer Band
Anfang des Jahres 1997 trafen sich Britta Neander und Christiane Rösinger, die ja bei den Lassie Singers schon zusammen musiziert hatten , in einem Club in Berlin-Mitte auf die Bassistin Julie Miess und beschlossen die Band Britta zu gründen. "Kuschelriot aus Berlin" lautete die erste Britta-Parole, aber auch "Die neue Bitterkeit" wird zum frühen Britta-Bonmot.
Am 7.April 2006 erscheint die vierte Britta-Cd "Das schöne Leben" Statt der altbekannten Themen wie "Liebe als Konstrukt" oder "Das Elend der Heterosexualität" werden jetzt Prekarisierung, Klassenverhältnisse, der Hang zur Verrätselung in der deutschsprachigen Songlyrik und Erschöpfung im Nachtleben thematisiert.

Christiane Rösinger Texte, Gitarre, Gesang
Aufgewachsen im badischen Spargeldorf Hügelsheim, wollte sie immer schon Sängerin werden und sang deshalb im zarten Alter von 4 Jahren schon regelmässig auf dem elterlichen Acker mit dem Karotten-Mikrofon. Dann kamen aber zunächst Realschule, Buchhändlerlehre, Kind, Abendgymnasium, Umzug nach Berlin, Studium, Fischbüro, Ex und Pop. Sie verschwendete zehn Jahre lang stilbildend ihre späte Jugend mit den Lassie Singers gründete 1996 mit Britta Neander die Gruppe Britta, dann 1998 mit Lassie-Kollegin Almut Klotz das Label Flittchen REcords. Heute schreibt sie für die taz und andere Zeitungen über Musik , Stadtfeste und das Ausgehen an sich arbeitet aber seit Jahren auch innerlich an den eigenen Memoiren
p Barbara Wagner Gitarre, Keyboard ,Gesang
Barbara Wagner war früher württembergische Meisterin im Kunstturnen, studierte Sport in München zog dann aber nach Berlin und gründete die berühmte Berliner Agentur Headquarter. Sie ist Teil des Elektronikprojektes Wagner und Pohl und hat jetzt die eigene Agentur "Musikbüro Wagner" gegründet
p Julie Miess Bass und Gesang
Julie ist seit 1997 bei Britta und seit Neustem spielt sie auch nebenberuflich Bass bei Jens Friebe. Außerdem wird sie bald Frau Dr. horr. denn sie schreibt seit einiger Zeit an ihrer Doktorarbeit über Geschlechterverhältnisse im Horrofilm-und roman.
p Sebastian Vogel Schlagzeug
Sebastian Vogel ist seit 2004 festes Brittamitglied, war vorher schon als Aushilfe für Britta tätig. Hauptberuflich spielt er Schlagzeug bei der Hamburger Band Kante.

http://www.flittchen.de

Luchs

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Luchs sind Sila Davulcu (24 Jahre; Gesang, Gitarre), Susanne Hortig (24 Jahre; Bass), Raya Maana (23 Jahre; Schlagzeug) und Virginia Rösinger (25 Jahre; Gesang, Gitarre). Aufgewachsen in Berlin-Kreuzberg, lernten sie sich Mitte der 90er Jahre während ihrer gemeinsamen Schulzeit kennen.
Seit Anfang 2005 machen sie nun auch zusammen Musik. Ihr erster Auftritt fand anderthalb Jahre später statt am 12.04.06 - als Vorband von Britta auf deren Record Release Party im Festsaal Kreuzberg.

http://www.myspace.com/luchs

Jens Friebe

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Jens schreibt auf myspace über sich selbst:

Liebe Interessierte Irgendwie weiß ich diesmal nicht, wo ich anfangen soll, habe ich doch so viel erlebt im letzten Jahr. Zum Beispiel war ich mit Bands wie Knarf Rellöm, den Sternen und „Wir sind Helden“ unterwegs. Bevor ihr mich mit Fragen bestürmt: Ja, alle Geschichten, die man sich von diesen Tourneen erzählt, stimmen - auch die mit der künstlichen Befruchtung , dem tiefgefrorenen Schlafanzug und den drei sedierten Welpen. Aber ich denke, diesen Klatsch wollt ihr bestimmt nicht noch zum zehnten mal hören. Ich schätze euch eher als so Typen ein, die sehr ausführlich über die Begleitumstände der Produktionmeiner neuen Platte „In Hypnose“ informiert werden wollen, samt aller ermüdenden technischen Muckerdetails. Also: Für die Gesangsaufnahmen benutzten wir ein aktives SP 73 aus der Gründerzeit, und während ich sang, setzte sich einmal eine besprenkelte Ente auf den Blumentopf vorm Studiofenster, was Herman Halb, vielen auch bekannt als Herman Halb, vielen auch bekannt als Herman Herrmann, wohl bemerkte, aber bis zum Mittagessen für sich behielt. Kontakt hergestellt hatte ich zu diesem bemerkenswerten Mann bei einem Konzert in der „Maria“, aufgepeitscht durch eine kurz vorher aus dem Netz gerüsselte und, zumindest für mich, brandneue Info. „DU hast damals die Unten von der Regierung produziert? Das ist echt das am meisten unterschätzte deutschsprachige Album überhaupt!“ sagte ich. – „Ja, vor allem von mir“, sagte Halb, auf seine halb trockenen halb schamanischen Art. Man darf das nicht als Kritik an Rosmys Songwriting verstehen, sondern als Ausdruck einer gnadenlosen Strenge gegen sich selbst und die eigene Arbeit, einer Strenge, die ich später noch oft bestaunen sollte. Denn in den folgenden Wochen half Halb mir, meine neuen Lieder zu arrangieren, und bald war eine Cassette (MC) mit visionären Skizzen hergestellt (incl. 1 Regierung-Cover). Zeit, den Produzenten aus Hamburg zu Empfangen! Tobias Levin stieg sonnengebräunt (oder hatte er nur schon ein paar Flaschen Mörensaft intus?) aus der Maschine (einer Art Zug), Tatendrang im Blick. Von den Demos war er angetan, hatte aber gleich auch das Große Ganze im Blick: „Ein Dance-Track ist zu wenig, Herrschaften! Clubsounds marsch!“, riet er und stieg wieder in seine Maschine nach Hamburg. Ich hingegen musste mit einem Zettel, auf dem „Daso Franke, Elektromusiker“ und eine Adresse stand, nach Köln reisen. Ein Bub, er mag in seinen späten Zehnern oder frühen Zwanzigern gewesen sein, öffnete mir eine Luke in Mühlheim. Es war immer schwer zu erraten, was in ihm vorging, da eine dicke beschlagene Brille seine Seele verdeckte, aber eines kann ich euch sagen: Diese jungen Leute bedienen ihre Maschinen nicht – sie sind ihre Maschinen. zwischen Klangwunsch und Klang lag für dieses posthumane Fabelwesen nie mehr als ein müder Mausklick. Nur als ich ihn bat, aus meiner antiken Groovebox einzelne Spuren in seinen Rechner zu transportieren, verdüsterte sich seine. MIDI ist für einen modernen Musiker in etwa so was wie Meißel und Steintafel für einen modernen Journalisten. Nach 12 Stunden Midi schlug Daso eine Straßenlaterne kaputt und verletzte sich schwer. zum Glück war dank seines jungen, wie besessen neues Gewebe produzierenden Körpers, am nächsten tag alles wieder gut. Genau wie bei mir. Ich hatte soweit alle Zutaten am Start. Jetzt mussten nur noch die ganzen echten Instrumente der verschiedensten Musiker (von denen ich hier wegen des wenigen Raums nur den wildesten und schicksten Schlagzeuger Berlins, ach was, ganz Berlin-Brandenburgs, Chris Imler erwähnen will) und alle Gesänge bei Tobias im Hamburger Electric Avenue-Studio aufgenommen werden, dann musste man die programmierten Spuren von diversen Datenträgern auf einen bekommen, die höchst disparaten Klangästhetiken miteinander vereinen, na ja, und ein paar andere Sachen. Komisch eigentlich, dass es trotzdem noch zwei zerrüttende Monate dauerte, bis alles fertig war. Zum Mischen kam am Schluss noch Olaf Opal und baute eine Wand aus Effektgeräten zwischen das Aufnahmepult und den Sessel, von dem aus ich bis dahin meine Ratschläge zu krächzen gepflegt hatte, sodass ich nicht mehr mitbekam, was passierte. Es musste aber einiges passiert sein, denn ein par Tage später wurde alles wieder abgebaut, und die Lieder klangen anders, nämlich irgendwie schön. Danke für eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Mal. Euer Jens

http://www.myspace.com/jensfriebe

Ja Panik

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Kennen Sie die alte Maer vom Rattenkoenig, der seine Bluetezeit im verdreckten Mittelalter hatte? Nein? Nehmen Sie sich die Zeit und googeln Sie doch mal das Wort Rattenkoenig. Sie werden verstehen was ich meine, wenn ich sage, diese Band ist eine Gang und wir halten uns am Leben wie das eben Rattenkoenige tun.

http://www.ja-panik.com