Kupro und das Web 2.0



Wir haben gerade mal die Veranstaltungen & Acts der letzten 3 Jahre ins Archiv geschaufelt, und schon verlieren wir die Übersicht. Da hilft im Jahr 2.0.0.7 nur eins: Tagging, früher auch (etwas deutscher)  "Verschlagwortung" genannt. Allerdings machen wir nicht in Popkultur, damit wir in Töpfe werfen und in Töpfe geworfen werden (obwohl das viel mit Bewußtsein und Macht zu tun hat) - was können wir also tun?

Zunächst und zumeist schlage ich die Verwendung einer Nicht-Kategorie vor  - Namensvorschläge: "Nichtkategorie", "Nichts", "eins" oder vielleicht "Baumwald", "alles nur daß nicht", "schau mer mal", "ja/nein/weiß nicht/hab Angst", "kübbrökawüvüe"?? Hat jemand Lust, in den Nicht-Topf geworfen zu werden?

Eine weitere Möglichkeit, Komplizität (von: kompliziert) aber nicht Komplexität zu reduzieren wäre es vielleicht, nur mit Eigenschaftswörtern (am besten in der Vergleichsform) zu taggen, etwa mit folgendem Startvokabular:
körperlich, elektrisch, elektronisch, scharf, unscharf, analog, digital, mehr, weniger, wärmer, kälter, heller, dunkler, alles scheiße, alles super, weiß nicht, gesprochen, gesungen, geschrien, wortlos, textlich, mit publikum, allein, dafür, dagegen, besser, schlechter, ...

Weil * aber letztendlich die Dinge doch beim Namen nennen sollte, und weil Dreckig meistens komplexer ist als Sauber wollen wir zumindest noch die folgenden Hauptwörter zulassen:
Band, DJ, VJ, Liveact, Bildende Kunst, Performance, Theater, Film/Video, Literatur, Indie/Alternative, Electronica, HipHop, Rock, Jazz, World, Klassik, Experiment, femme:os, sonic

Gut. Wir haben das Nichts, die Eigenschaften und die Namen/Klassen, jetzt fehlen wohl noch ein paar Handlungsmöglichkeiten (und zwar definitiv infinitiv). fangen wir mal an mit:
tanzen, horchen, hören, weinen, pudern, rauchen, trinken, schlafen, reden, sprechen, denken, schwitzen, wollen, können, arbeiten, schreiben, sein, haben, ...

Und jetzt kommt der Trick: wir machen das alles in einem offenen Prozess! Und ihr dürft alle mitmachen, könnt es aber auch lassen! Im Klartext: Wir (die Kupriot_innen) geben das Vokabular vor, und ihr dürft damit frei herumtaggen. Wenn euch ein Wort fehlt, dann redet mit uns, und wir werden das Wort gemeinsam in unseren Wortschatz aufnehmen. Allerdings müsst ihr zuerst beweisen, dass ihr kein Computer seid, indem ihr euch unter Login einen Account anlegt.

Was meint ihr? Wie klingt das? Wir sind für Vorschläge offen, und wenn keine kommen, dann machen wirs so wie wir wollen.

Kommentare

hier mal die deutsche

hier mal die deutsche wiki-erklärung zum gemeinschaftlichen taggen:
de.wikipedia.org/wiki/Gemeinschaftliches_Indexieren

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wer die sicherheit der freiheit vorzieht wird zu recht versklavt http://www.myspace.com/shakthar